Mein erstes Mal an der Algarve

Enthält Werbung// Als ich Bilder von der Algarve gesehen habe fand ich es immer schön, aber es hat mich jetzt nie komplett umgehauen. Ursprünglich wollte ich lieber nach Mykonos, aber bei der Algarve waren die Flüge günstiger und wir hatten mehr Tage für unser Budget. Also entschieden wir uns für die Algarve und kurz vorher ging bei mir die Vorfreude los.

Als wir dort ankamen war ich absolut positiv überrascht und geflasht von dem land. Wunderschöne Buchten, viele Felsen, türkises Wasser, schöne kleine Gassen und Häuser. Portugal hat meine Erwartungen definitiv übertroffen. Wir sind nur um Lagos und Faro geblieben und ich werde das Land sicher nochmal bereisen, denn es gibt so vieles mehr zu sehen.

Was wir alles gemacht und erlebt haben erzähle ich euch jetzt:

Tag 1 – Der Tag vor Abreise
Wir haben die Nacht vorher im 25hours das Tours verbracht, eins meiner absoluten Lieblingshotels in Düsseldorf. Es ist super modern, schön und das Personal ist lieb. Das Hotel liegt nur 10 Minuten entfernt vom Düsseldorfer Flughafen (mit der S-Bahn) und somit mussten wir immerhin nicht ganz so früh raus. Ich war bei der Ankunft sofort wieder geflasht von dem tollen Hotelzimmer. Diesmal hatten wir eins mit Badewanne auf dem Balkon und ich war so begeistert. Wir haben uns dann erstmal auf den Weg in die Stadt gemacht, da ich noch einige Besorgungen machen musste.Die Stadt ist fußläufig sehr gut zu erreichen und das Wetter war super. Ich brauchte nämlich Blüten und Orangen für mein Bild. Vorher gab es aber erst noch einen Froyo von Yomaro – yummy!! Danach ging es erstmal wieder zurück zum Hotel, damit wir unsere Bilder in Ruhe und bei gutem Licht machen konnten. Nach getaner Arbeit, machte sich bei uns beiden dann auch der Magen bemerkbar. Wir haben gar nicht gemerkt, das fast zwei Stunden vergangen waren. Wir entschieden uns für mexikanisch und es ging zu Chidonkey, nur 800 Meter entfernt von unserem Hotel. Hier aß ich zum ersten mal einen Burgerrito. Er war für mich zwar sehr grenzwertig was die Schärfe anbelang aber trotzdem lecker (bin auch überempfindlich was das angeht). Zurück im Hotel haben wir noch gequatscht, Fotos bearbeitet und sind viel später schlafen gegangen als gewollt. Es blieben uns also nur noch so 3-5 Stunden.

Tag 2 : Ab nach Portugal
Am Mittwoch den 05.06. ging es für uns ganz früh los nach Faro.  Unser Flug ging um 7:00 Uhr und wir waren pünktlich am Flughafen alles perfekt. Am Gate mussten wir uns dann echt sputen, wir wurden direkt mit ein paar anderen empfangen und zum Bus gescheucht. Wir haben nicht bedacht, dass das Gate um 6:30 Uhre schließt (wie auch auf dem Boardingpass stand) und waren um kurz nach halb am Gate: upps. Aber es hat alles geklappt und schließlich waren wir im Bus zum Flieger. Wir haben es auch noch wie geplant geschafft, vor dem Flieger ein Bild zu machen.
Dann standen knapp 3 Stunden Flug bevor. Der Flug mit Laudamotion war sehr angenehm. Wir saßen natürlich nicht zusammen, man wird ja leider immer auseinander gesetzt um dann dafür zu zahlen und das sehen wir nicht ein für einen relativ kurzen Flug. Also habe ich ein bisschen am PC gearbeitet und gelesen, kurz etwas geschlafen und dann ging der Flug auch im nu rum.
Am Flughafen angekommen, haben wir uns dann auf den Weg zum Busbahnhof gemacht. Wir waren schnell aus dem Flughafen raus, da wir nur mit Handgepäck geflogen sind. Wir mussten dann zuerst den Bus nach Faro selbst nehmen und von da konnten wir dann weiterfahren nach Lagos. In Faro hatten wir aber etwas Aufenthaltszeit bis der nächste Bus fuhr, also entschieden wir uns erstmal was zu Frühstücken.
Wir haben direkt am Marina de Faro ein schönes kleines Restaurant gefunden. Für mich gab es Crepe mit frischen Erdbeeren und für Celine Sandwich mit Lachs. Danach sind wir noch um den Hafen und etwas durch die Straßen gelaufen, bis unser Bus nach Lagos abfuhr.
Die Fahrt nach Lagos gestaltete sich länger als gedacht, der erste Bus hielt doch relativ oft. In Albufeira konnten wir dann in einen Schnellbus wechseln der direkt nach Lagos durchfuhr.
In Lagos angekommen hatten wir noch etwa 5 km bis zum Hotel, da es am Praia da Luz lag. Hier entschieden wir uns ein Uber zu nehmen, da wir keine Lust auf einen erneuten Bus hatten und dies auch nicht wirklich teurer und viel bequemer ist.
Am Hotel angekommen waren wir direkt sehr positiv überrascht von der Anlage. Es sah super schön aus, alles sehr gepflegt, Blumen, viele kleiner Häuser etc. Die Zimmer waren nicht besonders und wie im Süden üblich relativ alt eingerichtet. Aber es war sauber und das Bett war auch relativ bequem, mehr brauchten wir auch nicht.
Den Tag haben wir ansonsten nicht mehr viel gemacht, da wir erschöpft von der Anreise waren. Wir haben uns also den Ort angeguckt, uns an den Pool gelegt und sind gegen abend an der Strandpromenade essen gegangen. Danach ging es nur noch ins Bett.

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Tag 2 – Kajak Tour und Fahrrad-Desaster
Für den zweiten Tag haben wir zusammen mit GetYourGuide eine Kajak Tour zu Höhlen und Felsen gemacht. Wir haben zuerst in Ruhe gefrühstückt und sind dann mit dem Uber nach Lagos in die Stadt gefahren. Dort haben wir dann zunächst einen Fahrrad Verleih gesucht, wo wir uns zwei Fahrräder für die nächsten 2 Tage gemietet haben. Von dort ging es dann weiter zum Hafen, wo unsere Kajak-Tour startete. Zunächst ging es mit einem Boot, netten Leuten und guter Musik raus aufs Meer. Am Startpunkt angekommen  hieß es dann rein in die Sicherheitswesten und raus aufs Wasser. Celine und ich hatten schnell den Bogen raus und waren ein gutes Team. Es hat uns wirklich unglaublich viel Spaß gemacht und wir würden es beide immer wieder tun.
Nach der Kajak Tour haben wir uns am Hafen noch etwas zu essen besorgt und sind noch etwas durch die Stadt gelaufen bevor wir mit den Fahrrädern den Rückweg zum Hotel angetreten sind.
Vorweg schonmal eins: es war Horror. Praia da Luz ist ca 5 km entfernt von Lagos selbst, also nicht sonderlich weit. Es gibt aber nur eine wirkliche Schnellstraße (80km/h) und da hatten wir irgendwie Angst zu fahren. Es gibt zwar einen breiteren Seitenstreifen und man darf dort mit Fahrrädern fahren aber das wussten wir nicht und war uns weniger geheuer. Also haben wir uns dazu entschieden in eine andere Nebenstraße zu fahren und diese auszuprobieren. Es ging nur rauf und runter, es war super hubbelig da es teils Kopfsteinpflaster war. Und wir waren gefühlte Ewigkeiten unterwegs. Als wir im Hotel ankamen waren wir beide komplett fertig. Das war tausend Mal anstrengender als die Kajaktour haha. Ich bin ja vor allem nicht grade sportlich und ich fahre so gut wie nie Fahrrad, ihr könnt euch also vorstellen wie es mir danach ging (mein Po tat so weh vom Sattel).
Wir waren also einfach nur froh wieder im Hotel zu sein und sind einfach nur ins Bett gefallen.

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Tag 3 – Entspannter Tag und Drohne steigen lassen
Am dritten Tag hieß es für uns ganz früh aufstehen, denn heute wollte ich zum ersten Mal meine Drohne steigen lassen. Wir sind also früh los zum Praia do Camilo um dort alleine und in Ruhe Aufnahmen zu machen. Es war wirklich unglaublich traumhaft dort und ich hatte so viel Spaß mit der Drohne. Ich bin so froh diese Investition gemacht zu haben! Froh war ich auch, dass ich mir noch einen Ersatzakku geholt habe, dieser war definitiv notwendig. Wir haben unglaublich viele Aufnahmen gemacht und das Licht ist morgens und abends sowieso am Besten für Fotos.
Wir haben uns relativ beeilt um es noch rechtzeitig zurück zum Hotel zu schaffen um dort nicht das Frühstück zu verpassen.
Danach mussten wir wieder mit den Fahrrädern zurück nach Lagos, um sie wieder abzugeben. Wir hatten an der Rezeption nochmal nach der besten Strecke gefragt und uns dazu entschieden diesmal die Hauptstraße zu fahren. Das war definitiv die richtige Entscheidung und ging so viel schneller. Danach haben wir uns noch Lagos selbst angeguckt. Die Stadt ist wirklich super schön mit den ganzen kleinen Straßen, weißen Häusern und Blumen dazwischen. Wir haben ein sehr leckeres und schönes Restaurant gefunden und waren danach definitiv in der besten Eisdiele (Crema & Cioccolato). Diese wurde danach auch zu unserem täglichen Ritual. Kann sie euch nur empfehlen, wenn ihr dort seid.
Später ging es dann zurück zum Hotel.

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Tag 4 – Wieder etwas entspannen
Am 4. Tag haben wir ebenfalls nicht so viel gemacht und die Zeit am Pool und unserem eigenen Strand genutzt.
Wir kamen dann noch auf die sehr schlaue Idee uns Pizza zu holen und am Strand zu essen. Romantisch gedacht, in der Umsetzung allerdings weniger schön. Natürlich wollten wir zuerst noch Bilder mit der Pizza machen und am Atlantik kann es nunmal sehr windig sein. Als wir also so weit waren, hatten wir eine Pizza mit Sandbelag – unschön! Die Pizza wäre aber definitiv gut gewesen, naja.. Nächstes Mal sind wir schlauer. Geholt haben wir diese übrigens bei der Endless Beach Bar, direkt an der Strandpromenade.

Tag 5 – Tour zu den Buchten 
Am nächsten Tag etschieden wir uns dafür, einmal alle Buchten in Lagos anzuschauen. Wir haben also in Ruhe gefrühstückt und sind dann wieder mit dem Uber gefahren. Unser Start war der Praia da Batata. Eine wirklich schöne Bucht die sich durch ein Art Tor zwischen zwei Felsen zeigte. Weiter ging es zum Praia da dona Anna und dann noch ein Stückchen weiter. Dann haben wir uns dazu entschlossen, erstmal etwas essen zu gehen und danach wieder zum Praia do Camilo zu gehen, da wir dort schönes Abendlicht haben wollten. Dies haben wir genutzt um noch einige schöne Bilder zu machen, bevor es zurück zum Hotel ging. Wir waren dann auch ganz schön durchgefroren, da es abends doch ganz schön kalt wird und wir teils Bilder im Bikini gemacht haben. Wir waren also sehr froh, als wir wieder unter der warmen Bettdecke waren.

Tag 6 – Surfkurs
Endlich war unser Tag gekommen, auf diesen hatten wir uns schon so gefreut. Wir hatten unsere erste Surfstunde, ebenfalls wieder zusammen mit GetYourGuide. Eigentlich war es für 8 Uhr morgens angesetzt wurde dann aber auf Mittags verschoben, da die Konditionen da besser waren. Gut für uns, denn wir konnten länger schlafen und in Ruhe frühstücken. Wir haben dann ein Uber zum Haus von Algarve Watersports genommen. Ein super schönen Surfcamp, sehr coole Vibes und man kann natürlich auch da übernachtet und einen längeren Surfkurs machen. By the way das Essen sah wirklich sehr gut aus.
Wir sind dann alle zusammen mit zwei Vans zum Strand in Aljezur. Hier trifft man auf unglaublich viele surfer und gute Wellen.
Ich war total begeistert und fand die Surfschule wirklich sehr gut. Sie haben uns die Basics gezeigt unddann erstmal ins Wasser geschickt, damit wir ein Gefühl für das Board bekommen. Danach haben sie uns wieder rausgeholt und verbessert, sodass man wirklich gut gelernt hat. Ich muss sagen diese 3 Stunden waren super anstrengend. Alleine immer gegen die Wellen angehen, aufs Board und hochstemmen. Ich war nach diesen 3 Stunden echt komplett fertig.
In Australien werde ich definitiv einen längeren Surfkurs machen und möchte regelmäßig surfen gehen. Es hat mir einfach so viel Spaß gemacht und ich wollte in Australien sowieso eine Sportart ausüben, somit habe ich meine gefunden.
Danach gab es noch Sandwiches am Strand und wir sind wieder mit den Vans zurück zur  Surfschule. Von da sind wir in die Innenstadt gelaufen, um etwas zu essen. Ein Eis von unserer neuen Lieblingseisdiele durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Danach ging es wieder zurück zum Hotel.

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Tag 7 – mein Horror-Tag
Eigentlich wollte ich an diesem Tag unbedingt zu den Benagil Caves und Praia da Marinha. Die ist allerdings 40km entfernt von Lagos und ohne Auto kommt man nur relativ schwer dorthin. Es gibt einen Zug und dann muss man ein Taxi/ Uber nehmen aber da ist man ca. 1 Stunde oder mehr unterwegs. Es gibt zwar Bootstouren zu den Caves aber dort kann man nicht aussteigen und wir wollten dort ja Bilder machen. Die Caves erreichen kann man nur indem man schwimmt oder per SUP/ Kajak. Ein Kajak kostet dort 20 Euro pro Stunde. Vom Strand ist es ca. 100m entfernt. Das ganze ist also der zeitaufwendig und nicht grade preisgünstig. Außerdem sollte man die Kajaks schon ein paar Tage im vorraus reservieren. Also musste ich leider auf meinen Lieblingsort (neben Praia do Camilo) verzichten… Werde es aber nächstes Mal wenn ich dort bin definitiv machen !!!
Jedenfalls haben wir dann nicht wirklich viel unternommen und sind gegen Mittag durch die Stadt von Luz gelaufen, bis wir dann langsam Hunger bekamen.
Wir entschieden uns dann also wieder zu der Beachbar zu gehen, wo wir auch unsere Pizza für das Strandbild geholt hatten.
Und dort passierte dann mein Alptraum: Mein Handy wurde mir mit einem simplen Trick vom Mittagstisch geklaut. Was genau passiert ist, könnt ihr hier nachlesen.
Die Stimmung war danach natürlich nicht mehr gut, wir haben den Großteil des restlichen Tages auf dem Revier verbracht. Ich hatte mich dann zum Glück wieder etwas beruhigt und Celine hat ihr Bestes gegeben um mich aufzumuntern.
Nachdem die Anzeige aufgeben war, gab es dann noch ein Eis gegen den Schock und dann sind wir zurück zum Hotel gefahren. 

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Tag 8 – Faro
An unserem letzten Tag ging es für uns nach Faro. Wir haben uns dazu entschieden, die letzte Nacht in Faro zu verbringen, da unser Flug zurück nach Köln sehr früh morgens ging. Wir haben das Hotel Monaco nur 1,9km vom Flughafen entfernt gewählt. Es war sehr modern und sauber und hat uns gut gefallen. Wir haben gegen Vormittag einen Bus von Lagos nach Faro genommen. Wir hatten das Gefühl, die Fahrt zieht sich ewig hin. Für mich war die Fahrt ohne Handy schon schlimm und man merkt erstmal wie leer man sich ohne fühlt und das jeder um einen herum nur am Handy hängt (mich eingeschlossen hätte ich eins gehabt haha). Auf der Fahrt habe ich mich dann hingesetzt und den Blogpost geschrieben, denn ich hatte glücklicherweise meinen Laptop dabei.
In Faro angekommen haben wir uns dazu entschlossen erstmal zum Hotel zu laufen und einzuchecken, damit wir das Gepäck nicht mehr mit uns herumschleppen müssen. Vom Hotel sind wir dann mit dem Uber wieder zurück Richtung Stadt und sind dort ein bisschen durch die Straßen gelaufen. Mir persönlich hat Lagos deutlich besser gefallen als Faro! Ich hatte mir etwas mehr erwartet, schönere Häuser etc. Alles in allem war es aber trotzdem schön.

 

Tag 9 – Back to Cologne
Ich war wirklich sehr froh, dass es dann nach Hause ging und auch mein neues Handy noch am selben Tag ankam. Es wäre schwierig gewesen den Urlaub zu genießen, wäre dies bereits am Anfang der Reise passiert.
Wir mussten bereits sehr sehr früh aufstehen da unser Flug bereits um 8.10 Uhr ging und wir ausreichend Zeit haben wollten.
Wir haben uns dann wie immer ein Uber gerufen und dann ging es ab zum Flughafen. Leider hatte das Hotel unsere Lunchpakete vergessen aber immerhin hatten wir einen Croissant den wir mitnehmen konnten.
Am Flughafen lief alles glatt und es ging auf nach Köln, wo wir einfach eine halbe Stunde vor eigentlicher Ankunfszeit gelandet sind.
Dann hieß es ab nach Hause mit der Bahn und ich war so froh Murphy wieder knuddeln zu können. Mein Hund ist immer mein bester Seelentröster in solchen Situationen.

Alles in allem war es wirklich eine sehr schöne Zeit an der Algarve und ich habe die Tage mit Celine sehr genossen. Ich würde jederzeit wieder an die Algarve fahren, es gibt noch einiges zu sehen. Auch Lissabon steht noch weit oben auf meiner Bucket List.