Roadtrip – Von Cairns nach Sydney

Start – Cairns

Für mich begann mein East Coast Trip in Cairns. Von Düsseldorf aus ging es über London und Singapur nach Cairns. Hier habe ich tatsächlich 2 Monate verbracht und alle, die bereits dort waren haben mich gefragt: Was hast du so lange dort gemacht?
Ich liebe Cairns. Die Stadt ist klein und liegt direkt am Meer, überall sind Palmen und die Menschen sind freundlich. Die Leute waren vor allem der Punkt weswegen ich so lange dort verbracht habe. Am 2. Tag habe ich meinen Freund kennen gelernt und seitdem war ich im Summer House (Hostel). Ich habe so viele neue Freunde getroffen und mich einfach wie zu Hause gefühlt. Es fiel mir also sehr leicht länger dort zu bleiben und ich vermisse die Zeit und die Menschen definitiv.
Ansonsten gibt es in Cairns selbst vielleicht nicht super viel zu sehen außer die Esplanade, den Night Market, den botanischen Garten und die Lagoon, dafür gibt es aber ganz viel drum herum.
Was man auf keinen Fall auslassen darf ist das Great Barrier Reef. Hier haben wir eine Tagestour mit dem Boot gemacht. Insgesamt ging es zu 3 Schnorchelpunkten und unser absolutes Highlight: ein 10minütlicher Helikopterflug über das Riff. Das ganze haben wir über Getyourguide gebucht.
Wer gerne an den Strand möchte sollte einen Ausflug nach Palm Cove und zu den umliegenden Stränden wie den Clifton Beach machen. Wir haben 3 Tage in Palm Cove verbracht und haben eine Nacht am Ellis Beach gezeltet, was wirklich ein super schönes Erlebnis war (Vorsicht das ist natürlich nicht ganz legal).
Ebenfalls ein absolutes Highlight war Fitzroy Island. Es ist etwa 45min mit der Fähre entfernt und kostet hin und zurück 80AUD. Man kann die Insel definitiv an einem Tag sehen, wir haben uns aber dazu entschieden 3 Tage zu bleiben und zu campen. Für ein Zelt am Campingplatz direkt am Strand zahlt man 37AUD pro Nacht es gibt aber auch ein bezahlbares Resort. Ich kann nur sagen die Insel und vor allem der Nudey Beach sind einfach paradiesisch und ich kann es jedem nur empfehlen. Falls ihr die Insel besucht, solltet ihr definitiv Equipment zum Schnorcheln mitnehmen. Wir haben uns dies für 10AUD bei Kmart gekauft.
Des weiteren muss man definitiv eine Tour zu den Wasserfällen um Cairns unternehmen. Es gibt unfassbar viele Wasserfälle und man sollte sich vorher ein paar raussuchen die man sehen möchte. Hier einmal eine Liste an Wasserfällen die ich besucht habe: Windin Falls, Fairyfalls, Barron Falls, Josephine Falls, Millaa Millaa Falls, Zillie Falls und Millstream Falls. Meine persönlichen Highlights waren hier die Windin Falls (Infinity Pool mit tollem Ausblick über den Regenwald), Fairyfalls (hier liegt ein Baumstamm im Wasser) und Josephine Falls (hier gibt es einen Stein über den man ins Wasser rutschen kann). Für diese Tour benötigt ihr definitiv ein Auto und bei den Windin Falls ist es auch ein 1-1,5h Hike.
Wer den Regenwald noch einmal anders sehen möchte, kann eine Tour mit den Skyrail Cableways buchen. Es war wirklich cool den Regenwald einmal von oben zu sehen. Außerdem macht man einen Stopp bei den Barron Falls und dem Kuranda Village. Das Village ist sehr süß gemacht, man findet hier ganz viele kleine Läden und darunter sogar ein deutsches Würstchenhaus. Außerdem haben wir hier eine Butterfly Sanctuary besucht, was definitiv auch einen Besuch wert ist. Das Kuranda Village könnt ihr natürlich auch ohne die Cableway Tour besuchen.
Fast hätte ich ein weiteres Highlight in Cairns vergessen: den Daintree Rainforest und Cape Tribulation. Wir sind hier zusammen mit Freunden für 5 Tage hingefahren und es war einfach mega. Insgesamt fährt man ca. 2.40h und muss ein kurzes Stück mit der Fähre fahren (30AUD für hin und zurück). Wir waren auf dem Cape Trib Campingplatz und haben hier 17AUD pro Person pro Nacht bezahlt. Der Campingplatz befindet sich direkt am Strand und ein Stückchen weiter befindet sich ein Creek an dem man das 5m lange Krokodil George sehen kann (wir haben es 6mal probiert und ihn leider nie gesehen, was der Ranger sehr seltsam fand). Für die Wanderer lohnt sich eine Tour hoch auf den Mount Sorrow. Dies ist allerdings ein ca. 4-6h je nach dem wie fit man ist. Mein persönliches Highlight war mein 2h Ausritt durch den Regenwald und am Strand entlang. Das war ein wunderschönes Erlebnis und kann ich jedem nur empfehlen. Der Ausritt ist auch für jeden geeignet, erfahrene Reiter bekommen auch die Chance zu galoppieren. Ebenfalls sehenswert sind die umliegenden Strände und das Blue Hole im Regenwald.
Ansonsten gibt es in Cairns einige Shoppingmöglichkeiten, im Center findet man alles was man braucht. Zum Essen kann ich euch Grill’d wärmstens empfehlen (mein all time Favorit in Australien, findet ihr aber in jeder größeren Stadt) und den Night Market. Für Partygänger kann ich das Salthouse am Montag empfehlen, außerdem kann man gut im Woolshed und Gilligans feiern gehen.

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 2. Stopp – Townsville & Magnetic Island

By the way: Unterwegs sind wir übrigens mit einem Holden Viva. Die Sitze hinten wurden ausgebaut und es befindet sich ein Bett darin. Falls ihr nicht länger als 3 Monate reist, lohnt sich ein Mietwagen.
Nach Cairns ging es für uns als erstes nach Townsville, vorher haben wir uns allerdings noch ein paar Sachen auf der Strecke angeschaut. Wir haben einen kleinen Abstecher zu der Walsh Pyramide und den Babinda Boulders gemacht, außerdem ging es nochmal zu den Josephine Falls, da Johnny diese noch nicht gesehen hatte. Danach ging es für uns weiter zum Mission Beach. Der Strand ist wirklich traumhaft und vor allem sehr lang. Wir haben bestimmt fast 2 Stunden nach einer bestimmten Palme gesucht und sie nicht gefunden, dafür dann aber eine andere. Weiter ging es zu einem spontanen Stopp in Tully, da dort ein Freund von uns wohnt und von dort ging es noch ein Stück weiter. Wir haben abends auf der Strecke Rast gemacht und geschlafen. Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden und haben den Sonnenaufgang vom Panjoo Lookout aus geschaut. Hier hat man einen traumhaften Ausblick über einen Fluss und Berge. Von dort aus ging es dann weiter zu den Wallaman Falls dem größten single drop Wasserfall Australiens. Hier kann man auch einen 2h Hike runter unternehmen, wir haben ihn uns allerdings „nur“ vom Lookout aus angesehen.
Danach ging es für uns weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Townsville. Townsville ist eine süße kleiner Stadt direkt am Meer mit einem schönen kleinen Ortskern. Wir haben im The Ville übernachtet und ich kann das Hotel sehr empfehlen. Die Anlage ist wirklich super schön, ich liebe das Design und wir konnten von unserem Zimmer aus direkt auf Magnetic Island schauen. Außerdem befinden sich im Hotel 3 Restaurants und ein Casino. Insgesamt waren wir hier 2 Nächte, in denen wir die Poolanlage sehr genossen haben. Außerdem sind wir an der Esplanade entlang geschlendert, haben uns die Queen Gardens angeschaut sowie den Caste Hill Lookout.
Nach den 2 Nächten ging es für uns mit der Fähre nach Magnetic Island. Die Fähre dauert nur ca. 20min und für Hin und zurück zahlt man hier 30AUD. Wir haben uns dazu entschieden Magnetic Island als Tagestour zu entdecken, was definitiv möglich ist. Wir haben uns für den Tag für ca. 90AUD ein kleines „Barbie-Car“ von Tropical Topless ausgeliehen, es gibt aber auch eine Busverbindung und mit den kleinen Autos darf man nicht jede Strecke fahren.
Für uns ging es als erstes zum Horseshoe Bay, ein etwas größerer Strand an dem wir dann erstmal gefrühstückt haben. Hier kann man übrigens auch einen Strandausritt machen. Das war ursprünglich mein Plan, aber dadurch, dass ich bereits einen Ausritt bei Cape Tribulation gemacht habe, habe ich dies ausgelassen.
Danach ging es weiter zu den the Forts, ein kleinerer Hike der aber doch etwas anstrengend ist, da es permanent bergauf geht. Hier hat man eine gute Chance einen Koala zu sichten und wir hatten Glück. Das war definitiv mein Highlight auf Magnetic. Oben angekommen hat man eine wunderschöne Aussicht über die Insel und die kleinen Buchten. Danach ging es den Weg wieder zurück und die kleinere Offroad Straße daneben entlang, hier kann man leider nur mit einem Four-Wheel Drive fahren und selbst für ein solches Auto wäre die Strecke anspruchsvoll. Es ist zwar sehr anstrengend zu laufen und man hat kaum Schatten, aber es lohnt sich. Wir sind zum Florence Bay gelaufen und es war wirklich wunderschön. Das Wasser war ganz klar und an den Seiten befinden sich Felsen. Wenn man noch weiter läuft, kommt man auch noch zu einem weiteren Bay. Wir haben hier eine kleine Pause eingelegt, zu Mittag gegessen und eine Runde geschlafen.
Nachdem wir zurück am Auto waren ging es für uns weiter zum Geoffrey Bay. Hier kann man kleine Stein-Wallabys beobachten und diese sind wirklich super süß. Eines war auch sehr zutraulich, kam nah an uns heran und war besonders interessiert an Johnnys Tomate. Ein kleines Baby war auch dabei.
Danach ging es für uns wieder weiter Richtung Süden wo wir noch einen kurzen Stopp bei einem langen Steg und der Promenade gemacht haben bevor es weiter in den Westen ging.
Am West End hat man einen super schönen Sonnenuntergang, der Strand befindet sich allerdings hinter einer etwas längeren Offroad-Strecke. Diese ist mit den kleinen Autos verboten, aber machbar wenn man nicht all zu schnell fährt, hier sind keine großen Schlaglöcher.
Danach ging es für uns wieder mit der Fähre um 8 Uhr zurück und wir waren dann auch echt müde. Für uns hieß es allerdings noch ein Stück weiter fahren.

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3. Stopp – Airlie Beach & Whitsundays

Ich muss sagen Airlie Beach ist einer der Orte, der mir an der Ostküste am Besten gefallen hat und wo ich mir sofort ein Haus hinstellen würde. Es ist kein großer Ort und es gibt nicht so viel zu tun aber es ist einfach traumhaft dort. Man hat eine längere Straße mit lokalen und Shops und ein paar kleinere Strände.
Für uns ging es 2 Nächte ins Mirage Whitsundays. Wir hatten ein wunderschönes Apartment mit Ausblick aufs Meer. Die Einrichtung war sehr modern und das Apartment wirklich sehr groß. Es verfügt über eine große offene Küche, einen Wohnbereich (der Fernseher verfügt über ein großes Filmprogramm), Schlafzimmer, Badezimmer mit Badewanne, einem großen Balkon und einem Waschzimmer mit Trockner. Das Frühstück war Kontinental und wirklich lecker. Die Anlage verfügt über zwei Pools, wobei einer ausschließlich für Erwachsene ist, und einen direkten Zugang zum Weg am Meer entlang. Wir haben die Tage hier sehr genossen und uns wie zu Hause gefühlt.
Nach den 2 Nächten im Mirage ging es für uns auf eine Segeltour auf die Whitsundays. Wir haben die Tour zusammen mit Prosail Whitsundays gemacht und waren auf der Condor. Insgesamt ging unsere Tour 2 Tage/ 2 Nächte und das war genau richtig. Am 1. Tag ging es gegen ca. 14:30 Uhr los aufs Boot und dann schippert man erstmal eine Weile raus. Wir hatten das Glück das etwas Wind da war und wir segeln konnten. Unser erster Stopp war die Hook Passage. Hier ging es mit einem kleinen Boot zu einem Strand von wo aus man den Sonnenuntergang schauen konnte. Dort gab es Snacks und man hat mit den anderen zusammen gesessen und gequatscht. Bei den Stopps trifft man auch immer auf die anderen Boote. Danach ging es wieder zurück zum Boot und es gab Abendessen. Abends wurde dann noch zusammen getrunken bevor es schlafen ging. Ich muss sagen ich habe auf dem Boot gut geschlafen und von dem Wellengang gar nicht viel mitbekommen.
Am nächsten Tag ging es früh los, denn der 2. Tag ist der Haupttag. Nach dem Frühstück mussten wir noch ein kleines Stück weiter fahren, bevor wir unser Ziel erreichten. Von hier ging es wieder ein kleines Stück mit dem kleineren Motorboot zu einem Strand und von hier aus hieß es dann laufen. Es ging ein Stück den Weg entlang und dann kamen wir zu dem traumhaftesten Ort, den ich bisher gesehen habe: den Whiteheaven Beach. Dieser Strand ist einfach unbeschreiblich. Der Sand oder besser gesagt Silk ist ganz weiß und wird auch nicht heiß. Das Wasser strahlt Türkis und ist glasklar, die Farben sind einfach atemberaubend. Im Wasser kann man ganz viele Fische beobachten und wir hatten sogar das Glück kleine Rochen und Haie (Lemon Shark) zu sehen, die direkt an uns vorbei geschwommen sind. Rechts und links vom Main Beach findet man nochmal zwei kleinere Buchten, die ebenfalls traumhaft sind. Am Strand hatten wir ca. 3-4h bevor wir uns wieder mit der Gruppe getroffen haben. Mittags beginnt die Low Tide, die perfekte Zeit für den Hill Inlet unseren nächsten Spot. Hier hat man einen Überblick über den Whiteheaven Beach und durch die Low Tide zieht es Sandstreifen durch das Wasser, sodass es total faszinierend aussieht. Insgesamt ist es ein kleiner Rundweg mit 3 verschiedenen Lookouts.
Danach ging es für uns wieder zurück zum Boot und es gab Mittagessen. Anschließend ging es noch zu 2 Schnorchelpunkten. Der erste Punkt hieß Mackerel Bay hier hatte man sehr schöne Korallenriffe und konnte kleinere Fische beobachten. Der zweite Punkt hieß Manta Ray Bay, hier hatten wir die Chance mit einem großen Fisch zu schwimmen. Ich muss sagen. dass ich erst sehr viel Respekt davor hatte ins Wasser zu gehen, da es 2 Wochen vor unserem Ausflug einen Haiangriff gab. Ich habe mich allerdings sehr sicher gefühlt. Das Team vom Boot war immer mit dem kleinen Motorboot um uns herum und hat uns auch sofort rausgeholt, wenn wir ein Zeichen gegeben haben und sie haben auch immer gefragt, ob alles gut ist. Außerdem bekommt man hier beim schnorcheln Neoprenanzüge als Schutz gegen Quallen.
Gegen Abend ging es dann wieder ein kleines Stück zurück und den Sonnenuntergang konnten wir auf Langford Isle schauen, eine süße Sandzunge im Wasser. Danach gab es Abendessen und wir waren doch alle sehr erschöpft vom Tag, sodass die Nacht nicht all zu lang wurde. Geschlafen haben wir im Stonehaven Bay.
Am nächsten Morgen hatten wir noch einmal die Chance nach dem Frühstück zu schnorcheln bevor es zurück nach Airlie Beach ging. Wir konnten fast den ganzen Weg zurück segeln. Johnny und ich hatten das „Glück“ ganz vorne zu sitzen und wir waren von oben bis unten klitschnass da die Wellen sehr hoch geschlagen sind. Während dem segeln konnten wir ja alle nur auf einer Seite sitzen, da das Boot in Schräglage liegt.
Zurück in Airlie Beach gab es dann Abends noch eine Afterparty im Boot und wir haben uns entschieden noch ein paar Tage zu bleiben. Wir haben sogar noch Freunde aus Cairns getroffen.

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4. Stopp – Cape Hillsborough

Zwischen Airlie Beach und Agnes Water haben wir einen kurzen Stopp für eine Nacht eingelegt und zwar am Cape Hillsborough. Wir sind hier spät abends angekommen und haben uns zum schlafen an die Seite einer Straße gestellt, es gibt aber auch einen Campingplatz direkt vor dem Beach. Bevor man das Auto verlässt, sollte man sich definitiv gut mit Mückenspray einsprühen. Ich war vielleicht 10 Minuten draußen um mich fertig zu machen und mir die Zähne zu putzen und in dieser kurzen Seite hatte ich circa 20 Mückenstiche pro Bein, die auch sehr dick wurden.
Am nächsten Morgen ging es gegen ca. 5:15 los zum Strand und wir waren schon mit die Letzten die dort ankamen. Es standen bereits sehr viele Leute dort und bestaunten die süßen Wallabys und die 2 Kängurus. Jeden Morgen wird hier Futter für die Tiere ausgelegt und man kann sie von einem Bereich aus beobachten. Der Ranger passt auf, dass niemand zu nah an die Kängurus herangeht, um ihnen ihren Raum zu lassen, aber manche kommen von alleine sehr nah. Es war wirklich eine schöne Erfahrung und eines kam auch ganz nah zu mir heran, wie ihr auf dem Bild sehen könnt. Der Sonnenaufgang war hier auch traumhaft. Es lohnt sich auf jeden Fall hier einen Stopp einzulegen.

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5. Stopp – Agnes Water

Agnes Water war ein sehr spontaner Stopp für uns. Zwischen Cape Hillsborough und Agnes Water kam aber leider ein noch spontanerer ungewollter Stopp in Rockhampton dazu, da unser Reifen durch ein Stück Metall geplatzt ist (natürlich beim ersten Mal als ich Johnnys Auto gefahren bin). Zu unserem Glück hatten wir auch keinen Wagenheber im Auto, aber die Australier sind sehr hilfsbereit und das 2. Auto konnte uns bereits helfen. Mit dem Ersatzreifen ging es dann für uns zu der nächsten Werkstatt, da dieser auch bereits kein Profil mehr hatte. Zum Glück war es aber günstig (85AUD pro Reifen mit Service bei Jax Tyres) und schnell, sodass wir bald weiter konnten.
Agnes Water wird auch Town of Seventeen Seventy genannt da 1770 James Cook die australische Ostküste entdeckte. Hier findet man super schöne Strände und es ist der erste Punkt an der Ostküste an dem man surfen kann. Die Wellen eignen sich für Anfänger und es werden auch viele Surfkurse angeboten.
Wir sind hier 3 Nächte geblieben und haben auf dem Workman’s Beach Campground übernachtet, der nur 9AUD pro Nacht pro Person kostet. Wir haben hier auch einige Freunde aus Cairns getroffen und haben zusammen einen wirklich coolen Campground aufgebaut und hatten eine schöne Zeit zusammen. Wir wären auch noch länger geblieben, hätten wir nicht für unsere Fraser Island Tour weiter gemusst.

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6. Stopp – Rainbow Beach & Fraser Island

Wir sind einen Tag vor unserer Fraser Island Tour am Rainbow Beach angekommen. Hier haben wir nicht sonderlich viel gemacht, außer uns einmal kurz den Strand angeguckt. Außerdem hatten wir bereits unsere Einweisung in die Tour für den nächsten Tag.
Für uns ging es 3 Tage lang mit Pippies Safaris nach Fraser Island. Wir haben die Insel mit Four-Wheel Drives erkundet und jeder hatte die Chance mal zu fahren. Übernachtet haben wir dann in einem Camp. Man schläft in 2er Zelten die unter einem großen Überdach stehen und das Camp verfügt über eine offene aber überdachte Küche wo man zusammen das Essen zubereitet.
Am ersten Tag ging es morgens los. Mit der Fähre braucht man nur ca. 15min zur Insel. Auf Fraser habt ihr übrigens keinen Empfang, aber auf unserem Campinplatz gab es Wlan (kostenpflichtig) am Kiosk. Unser erster Stopp war ein Freshwater Creek, an dem ein kleiner Holzweg entlang ging. Hier gab es dann auch direkt Mittagessen.
Danach ging es weiter zu meinem Highlight: Lake McKenzie. Der Lake ist einfach wunderschön und die Farben sind atemberaubend. Er startet in strahlendem Türkis und geht dann in ein tiefes dunkles blau über. Hier hatten wir etwas Zeit zum entspannen und schwimmen gehen. Ich muss sagen es war fast etwas gruselig in das tiefe blau zu schwimmen, da es plötzlich sehr tief wird. Das Wasser ist aber super erfrischend. Danach ging es zum Campground und auf der Fahrt hatten wir noch die Chance 2 Dingos zu beobachten. Dingos sind wilde Hunde die super süß aussehen aber wirklich sehr gefährlich sind. Unser Guide hat uns noch über den Campground geführt, dann wurde Abendessen vorbereitet und dann sind wir auch schon schlafen gegangen, weil wir so müde waren.
Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Wir haben zusammen Pancakes gemacht und nach dem Essen ging es zum ersten Spot dem Indian Head. Hier hat man von den Klippen aus einen tollen Überblick über das Meer und die Dünen.
Unser nächster Stopp waren die Champagne Pools, hier konnten wir auch wieder schwimmen gehen, es war allerdings sehr kalt und Johnny und ich sind nur bis zu den Knien reingegangen.
Danach ging es für uns auf einen kurzen Stopp zurück zum Campground um Mittag zu essen und Reifen für den nächsten Spot zu holen.
Nach dem Essen ging es zum Eli Creek, dieser ist ebenfalls ein Freshwater Creek aber hier kann man reingehen. Das Wasser ist ganz klar und nicht sonderlich tief. Das coole ist, dass man sich auf Reifen von einem Ende zum anderen treiben lassen kann und das hat wirklich Spaß gemacht.
Als letzten Stopp ging es für uns, nachdem wir dort etwas Zeit verbracht hatten, zu den Pinnacles und der SS Maheno. Die SS Maheno war ein neuseeländisches Schiff, dass während dem 1. Weltkrieg als ein „Krankenhaus-Schiff“ benutzt wurde. 1935 wurde sie durch einen Wirbelsturm auf Fraser Island an Land gespült.
Danach ging es für uns zurück zum Campground und nach dem Abendessen ging es auch direkt wieder ins Bett. Manche haben die Nacht noch zum feiern genutzt, denn der Campground hat auch eine eigene Partyarea, aber wir waren einfach zu müde. Fraser war übrigens der erste Ort wo ich Spinnen und eine Schlange gesehen habe. Zwei von uns hatten auch eine Spinne auf dem Zelt sitzen.
Am letzten Tag ging es nach dem Frühstück noch zum Lake Wabby, einem See mitten in den Sanddünen der sehr warm ist. Das Wetter war an dem Tag leider auch nicht so gut und in der Nacht hatte es in Strömen geregnet. Dann hieß es auch schon Abschied nehmen und zurück an die Ostküste.

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7. Stopp – Noosa/ Sunshine Coast

Nachdem wir wieder am Rainbow Beach angekommen waren, ging es für uns weiter nach Noosa. Hier sind wir leider nur eine Nacht geblieben, aber ich muss sagen Noosa ist wirklich sehr sehr schön. Die Innenstadt ist schön gemacht und die Strände sind toll. Man kann einen Coastal Walk machen und gelangt so beispielsweise auch zu den Fairy Pools. Wenn man Glück hat und etwas Zeit mitbringt, hat man hier auch die Chance Delfine zu sehen. Ansonsten eignet sich Noosa auch super zum surfen.
Danach ging es für uns weiter nach Sippy Downs, wo Johnny ein Semester studiert hat. Hier haben wir bei einem Freund von ihm übernachtet und es war definitiv eine coole Zeit. Wir haben nicht so viel unternommen, Johnny musste an seiner Masterarbeit schreiben und für mich war die Zeit perfekt um einfach mal abzuschalten und nichts zu tun. Was aber auf jeden Fall Sehenswert ist, sind die Buderim Falls und die Glasshouse Mountains. Wir haben uns entschieden den Mt Ngungun zu besteigen. Das war ein einfacher Walk der nicht all zu lange geht und wir haben uns von dort den Sonnenuntergang angeschaut. Da wir sehr knapp dran waren, haben wir uns beeilt und den Walk in einer halben Stunde geschafft statt der ausgeschriebenen Stunde. By the way die Berge erzählen die Geschichte einer Aborigines Legende, die Berge stellen Mutter, Vater und Kinder dar.

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8. Stopp – Brisbane

Als nächstes ging es für uns nach Brisbane, die erste Großstadt auf unserer Route. Hier haben wir im Brisbane City YHA übernachtet und waren damit sehr zufrieden. Das Hostel war sehr zentral und wir hatten unser eigenes Doppelzimmer mit Bad und Blick auf den Fluss. Vor allem aber gibt es hier auch ein super cooles Rooftop mit Pool. Es war nicht mein 1. Mal in einem YHA und die Hostels sind wirklich immer super sauber, gut bestückt auch was die Küche angeht und das Personal ist freundlich. Ich fühle mich hier immer sehr wohl. Insgesamt sind wir hier 3 Nächte geblieben und das war perfekt um Brisbane entspannt erkunden zu können. Hier gibt es auf jeden Fall einige schöne Orte und mein Lieblingsplatz war der Kangaroo Point, von wo aus man sehr schön den Sonnenuntergang anschauen kann.
Man sollte sich auf jeden Fall Southbank anschauen, hier ist die Lagune wo man schwimmen gehen kann und ein Park.
Brisbane hat auch eine kostenlose Fähre (der rote City Hopper), die man nutzen kann, um sich die Stadt anzuschauen. Diese fährt jede halbe Stunde.
Ich habe dann auch noch durch Zufall ein süßes rosa Café gefunden, das El Rosa by ARC + Family, dieses hat aber nur Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet.
Vom Wilsons Outlook habt ihr einen schönen Blick auf die Story Bridge und die Area ist auch sehr schön. Dort gibt es viele süße Café’s und Restaurants wie beispielsweise Mr. Percival’s.
Allgemein ist Brisbane definitiv sehenswert und hat viele schöne Ecken. Mir hat es dort sehr gut gefallen.

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9. Stopp – Gold Coast

Die Cold Coast war einer unserer längsten Stopps und mir hat es dort wirklich gut gefallen. Dadurch das die beste Freundin von Johnnys Mutter an der Gold Coast lebt haben wir dort 2,5 Wochen gewohnt. Sie lebt dort mit ihrer Tochter, deren Mann und den 2 Kindern und es war schön, mal wieder ein bisschen Familienleben abzubekommen. Johnny hat die Zeit dort genutzt um an seiner Masterarbeit zu schreiben und ich habe es einfach genossen nichts zu tun, am Pool zu liegen und mit den Kids zu spielen.
Ansonsten gibt es an der Gold Coast auch einiges zu sehen, Surfers Paradise ist natürlich ein Must see und ich liebe den Ort. Ich liebe die Kombi aus Hochhäusern und Strand, es sieht einfach cool aus. Wer hier einen schönen Ausblick von oben haben möchte, sollte den Q1 Tower besuchen. Außerdem waren wir am Miami Beach und haben dort den Sonnenaufgang geschaut. Von hier hat man auch Sicht auf die Skyline.
Hier hatten wir auch ein sehr schönes Erlebnis: das liebe Team von Alfresco Pop Up Picnics hat ein ganz tolles Picknick für uns aufgebaut. Dies war im Boho Stil am Strand und wirklich super super schön. Ich kann es euch nur empfehlen, vor allem auch falls ihr eventuell vorhabt eurer Liebsten/ eurem Liebsten einen Antrag zu machen.
Ein weiterer schöner Ort ist Coolangatta, hier findet man auch ein Hotel ganz in pink.
Ein Stück weiter befindet sich der Springbrook-Nationalpark, diesen haben wir allerdings nicht besucht. Es gibt dort einen Wasserfall in Form eines Herzens ganz aus Natur. Leider ist dieser seit 2016 dauerhaft geschlossen, da dort ein 19-jähriger Junge die Warnschilder missachtet hat und ertrunken ist. Ich finde es sehr schade diesen Ort deswegen dauerhaft anderen zu verwehren, denn dort waren täglich bis zu 1500 Besucher. Bei dem Gebiet handelt es sich um Militärgebiet (Trainingsgelände) und ich glaube, dass sie das eher als Vorwand nehmen, da sie dort nicht so viele Menschen haben wollen. Einige klettern trotzdem noch unter dem Zaun her und besuchen den Wasserfall. Ansonsten gibt es dort auch noch die Natural Bridge zu sehen.
Wer shoppen gehen möchte sollte ins Pacific Fair fahren. Das Shopping Center ist riesig und super schön. Es verfügt auch über einen Außenbereich mit Wasser und vielen Sitzmöglichkeiten. Man kann dort definitiv den ganzen Tag aushalten.
Zur Vorweihnachtszeit gibt es in Upper Coomera, wo wir gewohnt haben, die Christmas Lights. Das ist ein Wettbewerb, wo ganze Straßen ihre Häuser mit ganz vielen Lichtern und Dekoration schmücken. Am Wochenende ist dort sehr viel los und es gibt auch Essen und Trinken. Wer zur Weihnachtszeit dort ist, sollte sich das definitiv angucken. Außerdem haben wir hier auch Nikolaus verbracht, eine Tradition die die Australier tatsächlich gar nicht kennen. Wir haben es den Kindern dann zum 1. Mal gezeigt.
Übrigens 2 kleine Tipps für Instagram Spots: auf dem Weg nach Byron Bay findet ihr das Taverna, ein kleines Restaurant das aussieht wie aus Griechenland und ein  etwas außerhalb von der Gold Coast findet ihr eine pinke Telefonzelle mit Blumen im The Lash Spa. Hier wird auch für jedes gepostete Bild mit Tag ein kleiner Betrag gespendet.

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10. Stopp – Byron Bay

Der letzte Stopp vor unserem Ziel: Byron Bay. Byron war ein Stopp auf den ich mich sehr gefreut habe und es hat meine Erwartungen definitiv erfüllt. Wir sind direkt zu Anfang zum Lighthouse gefahren und haben auf dem Weg noch einen Stopp am wunderschönen Wategos Beach gemacht. Das Lighthouse ist wirklich toll und man hat einen schönen Ausblick über den Main Beach und das Meer.
Danach ging es weiter zum Fisherman’s Lookout einem langen Holzsteg am Strand.
Wir sind hier insgesamt 3 Nächte in der ArtsFactory Lodge geblieben. Das Hostel ist jetzt nicht so besonders und nachts wurde es sehr kalt, aber man konnte sich eine Kuscheldecke geben lassen. Es ist halt eben das günstigste Hostel in Byron.
Byron Bay an sich ist auch wirklich süß, es gibt viele leckere Café’s und ich kann euch definitiv the Pressed Pantry empfehlen. Der Laden sieht schön aus und es schmeckt gut. Ich hatte eine Smoothie Bowl und die war sehr erfrischend.
Ansonsten sind wir mit dem Fahrrad zum Farmers Market gefahren, dort bekommt man leckeres, frisches Obst und Gemüse.
Ein Ausflug zum Broken Head lohnt sich auch, der Beach ist ebenfalls sehr schön. Für Surfer ist Byron Bay natürlich auch ein Paradies. Generell ist es hier sehr entspannt und unkompliziert.

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Ziel – Sydney

Tatsächlich haben wir nicht wie geplant einen Stopp eingelegt, sondern sind nach Sydney durchgefahren. Das ist schon eine sehr lange Strecke (ca. 764km, 8,5h). Als Stopp empfiehlt sich Coffs Harbour und die Stockton Sand Dunes.
Wir haben Sydney ja zur Weihnachtszeit und zu Silvester besucht und hier gibt es einfach mehr an Tipps etc zu erzählen, sodass es über Sydney in der kommenden Woche einen eigenen Blogpost geben wird. Stay tuned.

Für mehr Impressionen könnt ihr auch einen Blick auf mein Instagram-Profil werfen. Hier findet ihr noch mehr Bilder und zu jedem Ort habe ich ein Story Highlight erstellt. Lasst mich auch gerne wissen ob ihr noch einen Blogpost über die besten Spots in London wollt und über meinen kurzen Zwischenstopp in Singapur.